Die Unterstützungsnotwendigkeit
Fachkräfte der Jugendämter, besonders aus den Bereichen der Krisen- und Notdiensten, berichten regelmäßig von Situationen, in denen Kinder- und Jugendliche auf Trebe sind, in ihre Hilfesettings zurückgeführt oder in andere bzw. neue Angebote übergeleitet werden müssen. Die bestehenden Systeme der Jugendhilfe sehen in der Regel nicht vor, dass Überleitungen zwischen Angeboten kurzfristig geleistet werden. Neben fehlenden personellen Ressourcen besteht häufig die Schwierigkeit darin, dass kein trägerinterner PKW zur Verfügung steht. Die Realität in der Praxis ist, dass Fachkräfte dann lange Strecken mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen müssen oder teure Taxiunternehmen engagieren werden.
Das Angebot
Route – Social ist ein junges Unternehmen, das sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, Überleitungen für junge Menschen anzubieten, die einen kurzen oder langen Weg zurücklegen müssen. Dieses Angebot fußt auf einem sozialarbeiterischen Konzept und wird durch Sozialarbeitende durchgeführt
Dieses Angebot soll das System der Jugendhilfe ergänzen sowie bestehende Hilfesettings unterstützen und entlasten. Menschen, die kurzfristig aus ihren Hilfesettings ausbrechen und aufgrund von Überforderung und Perspektivlosigkeit kein Vorankommen sehen, benötigen für einen Wiederanschluss an vorhandene oder neue Hilfesettings eine sensible, kurzweilige und professionelle Begleitung.
Zielgruppe
Wir möchten mit unserem Angebot primär Fachkräfte und Institutionen der Jugendhilfe ansprechen. Konkret adressieren wir unser Angebot an Mitarbeitende in Jugendämtern und Jugendnotdiensten, Ärzt*innen, Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen sowie Mitarbeitende von freien Trägern. Ziel ist es, diese Fachkräfte durch unser Angebot zu unterstützen und zu entlasten.
Des Weiteren möchten wir die eigentliche Zielgruppe, die jungen Menschen selbst, in den Fokus setzen. Wir legen bei der Auswahl keine Altersspanne fest, da wir im Rahmen der Jugendhilfe alle Menschen ansprechen wollen. Wir gehen davon aus, dass Babys, kleine Kinder, wie aber auch junge Heranwachsende von diesem Angebot profitieren können. Voraussetzung dafür ist das Ausbleiben jeglichen Zwanges. Unser Angebot basiert auf Freiwilligkeit. Wir formulieren daher keine Ausschlusskriterien, erklären jedoch, dass wir eine realistische Bewertung der Situation / der Überleitung vor Ort vornehmen und prüfen, ob dieses Angebot bedarfsgerecht ist.
So funktioniert die sozialpädagogische Überführung durch route social
Dieser Abschnitt zeigt Ihnen, wie dieses Angebot initiiert wird.
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Erster Schritt: Kontakt aufnehmen
Nehmen Sie Kontakt mit unserem Team auf, um die individuellen Bedürfnisse zu besprechen und eine passgenaue sozialpädagogische Überführung zu planen.
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Zweiter Schritt: gemeinsame Planung
Gemeinsam planen wir die sozialpädagogische Überführung, einigen uns auf Rahmenbedingungen (Zeitpunkt, Umfang, Kosten, beteiligte Personen, Besonderheiten etc.) und setzen das Angebot um.
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Dritter Schritt: nach der Überführung
Im Anschluss der Überführung wird neben Rechnungslegung eine gemeinsam Reflexion der Überfahrt angeboten.
Hinweis für Mitarbeitende der Jugendämter: Aufgrund der Einzigartigkeit dieses Angebots, gibt es bisher noch keinen Trägervertrag. Angestrebt wird ein Unikatvertrag, indem passgenaue Module durch die Jugendamtsmitarbeitenden ausgewählt werden können. Zurzeit bedarf es demnach eine Einzelfallvereinbarung.
